Heute Morgen veranstaltet die École normale supérieure Paris ein historisches Kolloquium: "Welche Medizin im KI-Zeitalter?" mit dem CCNE und der AP-HP.[1] Am Vortag veröffentlichte Euronews eine Studie, die zeigt, dass KI-Modelle mit Ärzten beim komplexen medizinischen Denken rivalisieren — mit der Warnung, dass "Menschen die ultimative Referenz bleiben müssen".[2] Beide Signale stellen dieselbe Frage: Wie adoptiert man medizinische KI intelligent und konform?
Microsoft (Copilot), OpenAI (ChatGPT), Google (Gemini) und Amazon (AWS) sind US-Unternehmen, die dem CLOUD Act von 2018 unterliegen. Dieses Gesetz erlaubt US-Bundesbehörden den Datenzugang — auch wenn die Daten physisch in der Schweiz oder Europa gespeichert sind. Nur ein Anbieter mit Muttergesellschaft ausserhalb der USA — wie Infomaniak, Schweizer Aktiengesellschaft in Genf — entzieht sich dieser Gerichtsbarkeit.
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Warum nicht einfach ChatGPT für die medizinische Dokumentation nutzen?
ChatGPT kann bei allgemeinen Fällen akzeptablen medizinischen Text generieren. Es gibt jedoch drei Hauptprobleme für den klinischen Einsatz in der Schweiz: (1) Daten laufen über OpenAI-Server, die dem US-CLOUD-Act unterliegen — ein potenzieller nDSG-Verstoss; (2) Es gibt keinen Auftragsverarbeitungsvertrag (Art. 9 nDSG); (3) OpenAI kann Daten für das Training seiner Modelle nutzen.
Gilt der CLOUD Act auch für in Europa gehostete Tools?
Ja, wenn die Muttergesellschaft amerikanisch ist. Der CLOUD Act erlaubt US-Bundesbehörden den Zugriff auf Daten amerikanischer Unternehmen, auch wenn diese physisch in Europa oder der Schweiz gespeichert sind. Microsoft Azure Schweiz, Amazon AWS Zürich und Google Cloud Zürich unterliegen dem CLOUD Act, da ihre Muttergesellschaften amerikanisch sind. Nur Anbieter mit Muttergesellschaft ausserhalb der USA — wie Infomaniak in der Schweiz — entziehen sich dieser Gerichtsbarkeit.
Kann eine medizinische KI den Arzt ersetzen?
Nein, und das ist nicht ihr Ziel. Das Kolloquium 'Welche Medizin im KI-Zeitalter?' (6. Mai 2026, ENS Paris, CCNE) hat dieses Prinzip bekräftigt: 'Menschen müssen die ultimative Referenz für die Leistungs- und Sicherheitsbewertung bleiben.' KI setzt kognitive und administrative Zeit frei, damit sich der Arzt auf das konzentrieren kann, was nur er tun kann: die klinische Entscheidung im Kontext des Patienten.
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